A monkey sits atop a fragile pyramid of Ethereum coins, which begins to crumble. In the background, a delicate network of lines cracks, and the light slowly fades – a very emotional and melancholic atmosphere.
Apes

Evolved Apes: Der NFT-Rug-Pull, der Web3 schockierte 🙈

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aaronalu.eth

31. Mai 2026

Die erste Geschichte hat uns gezeigt, wie schnell in Web3 alles auseinanderfallen kann. Aber diese hier? Die trifft anders. Denn Evolved Apes lief wie ein Lehrbuchbeispiel für einen Rug Pull ab - genau die Art, auf die heute verwiesen wird, wenn erklärt wird, wie solche Scams wirklich funktionieren. Es hatte alles: Hype, Momentum, einströmendes Kapital. Und gerade genug Glaubwürdigkeit, damit die Leute dachten, sie seien früh dran... und nicht gefährdet.

Genau deshalb lohnt sich ein genauerer Blick auf diese Geschichte. Denn wenn man den Lärm, die Memes und das darauffolgende Chaos ausblendet, sieht man etwas viel Wertvolleres: die klaren Warnsignale, die lange davor schon da waren.

Was war Evolved Apes NFT?

Evolved Apes war eine Sammlung von 10.000 NFTs, die 2021 auf der Ethereum-Blockchain geprägt wurden - mitten im NFT-Boom. Aber das sollte nicht „nur eine weitere Sammlung“ sein. Das Projekt versprach etwas Größeres: ein Fighting-Game, in dem die NFTs tatsächlich genutzt werden, Belohnungen in ETH und ein wachsendes Ökosystem rund um die Kollektion. Mit anderen Worten: Nutzen, Gameplay, Zukunft. Und zu diesem Zeitpunkt war diese Kombination mehr als genug, um einen Hype auszulösen. Der Mint war ausverkauft. Die Community wuchs. Das Geld begann zu fließen. Alles sah... richtig aus.

Wie der Evolved Apes Rug Pull ablief

Hinter dem Projekt stand ein Entwickler, der nur unter dem Namen (nomen est omen) „Evil Ape“ bekannt war. Keine öffentliche Identität. Kein überprüfbarer Hintergrund. Nur ein Name und eine Vision. Nach dem Mint sammelte die Projektkasse rund 798 ETH - etwa 2,7 Millionen US-Dollar zu diesem Zeitpunkt. Diese Mittel sollten in Entwicklung, Marketing und Belohnungen fließen, aber... das taten sie nicht. Stattdessen: Die Gelder wurden abgezogen, die Kommunikation brach ab, der Ersteller verschwand. Keine Updates. Kein Spiel. Keine Roadmap... nur Stille. Und ein Blockchain-Eintrag, der genau zeigt, was passiert ist. Das war kein gescheitertes Projekt. Das war ein Exit.

Wichtige Warnsignale, die Investoren übersehen haben

Rückblickend waren die Warnzeichen nicht subtil. Sie wurden einfach... ignoriert. Anonymer Gründer ohne nachweisbare Erfolgsbilanz. In Web3 ist Anonymität nichts Ungewöhnliches. Aber Anonymität ohne jegliche Reputation oder Historie sollte immer Fragen aufwerfen. Hier tat sie es nicht. Kein echter Nachweis für die Spielentwicklung. Das Projekt bewarb stark ein zukünftiges Fighting-Game. Doch es gab: kein Gameplay-Material, keine Demo, kein sichtbares Entwicklerteam, keinen technischen Fortschritt. Nur Versprechen. Keine Transparenz bei den Geldern. Das gesamte ETH aus dem Mint wurde faktisch von einer einzigen Partei kontrolliert. Kein Multisig. Keine Treasury-Struktur. Keine Schutzmechanismen. Das bedeutete nur eines: Eine Person konnte mit allem verschwinden. Frühe Betriebsprobleme. Schon vor dem Rug Pull gab es Risse: unbezahlte Mitwirkende, fehlende Belohnungen, inkonsistente Kommunikation. Kleine Probleme, aber zusammen ergaben sie ein größeres Bild.

Hype statt Substanz

Das Projekt wuchs schnell. Doch was dieses Wachstum antrieb, war nicht Umsetzung, sondern Erwartung. Und Erwartungen lassen sich leicht verkaufen... bis die Realität einsetzt.

Wer steckte hinter dem Scam?

Lange Zeit war „Evil Ape“ nur ein Name. Doch die Geschichte endete nicht dort. Im Jahr 2024 erhoben US-Behörden Anklage gegen drei Personen aus dem Vereinigten Königreich im Zusammenhang mit dem Scam. Interessanterweise erfolgte die Anklage erst fast drei Jahre nach dem ursprünglichen Rug Pull. MOHAMED AMINE ATCHÊ, MOHAMED RILAZ WALEEDH und DOD HASSAN, britische Staatsbürger, wurden des Betrugs und der Geldwäsche beschuldigt. Laut Ermittlern basierte das Projekt von Anfang an auf irreführenden Versprechen, und Investorengelder wurden für persönliche Zwecke umgeleitet. Jeder dieser Vorwürfe hat schwerwiegende rechtliche Konsequenzen - einschließlich möglicher Haftstrafen. Dieses Mal war es also nicht nur ein Rug Pull, der im Nichts verschwand. Es gab reale Konsequenzen.

Was können wir aus Evolved Apes lernen?

In dieser Geschichte geht es eigentlich nicht um Affen. Oder NFTs. Es geht darum, wie leicht man Momentum mit Legitimität verwechseln kann. Evolved Apes hatte alles, wonach die Leute suchen: einen starken Mint, eine aktive Community, große Versprechen. Und dennoch scheiterte es genau dort, wo es am wichtigsten ist: beim Vertrauen.

Evolved Apes hat nicht nur Millionen von Dollar eingesammelt. Es hat eine Blaupause hinterlassen. Eine Erinnerung daran, dass im Web3 das größte Risiko nicht die Volatilität ist, sondern an etwas zu glauben, das dieses Vertrauen noch nicht verdient hat. Denn am Ende des Tages kaufst du nicht nur ein NFT. Du investierst in Menschen. Und genau dort kann alles sehr richtig... oder sehr falsch laufen.

Quellen: https://www.justice.gov/usao-sdny/pr/three-united-kingdom-nationals-charged-connection-evolved-apes-nft-scam

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